Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt

Zum heutigen Flaggentag wurde auch in Werder von der Bürgermeisterin die Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst

Bürgermeisterin Saß mit Peter Hinze, Fraktionschef der Linken. Foto: Stadt Werder/ hkx

Bürgermeisterin Manuela Saß hat heute Morgen vor dem Rathaus in der Eisenbahnstraße 13/14 die Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ gehisst. Die Flagge symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit dem diesjährigen Flaggentag fordern die „Bürgermeister für den Frieden“ eine Verlängerung des New-Start-Vertrages.

Das von den USA und Russland unterzeichnete Abkommen trat 2011 in Kraft. Es ist die letzte noch gültige Vereinbarung zur Begrenzung von Atomwaffen. Der Vertrag läuft im Februar 2021 aus. Neben der Forderung nach einer Verlängerung appellieren die „Mayors for Peace“ am Flaggentag an die Atommächte, den Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 zu unterzeichnen.

Aktuell schätze das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dass die Atomwaffenstaaten noch immer rund 13.400 Kernwaffen besitzen, so Bürgermeisterin Saß. „Zugleich werden die bestehenden Arsenale modernisiert. Es besteht die Gefahr einer neuen Aufrüstungsspirale.“ Das Engagement gegen Atomwaffen sei deshalb aktueller denn je.

„Die Bürgermeister für den Frieden fordern die Atommächte eindringlich dazu auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen“, so die Bürgermeisterin.  75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki habe sich die Hoffnung der Überlebenden, der Hibakusha, nach einer Welt ohne Kernwaffen, immer noch nicht erfüllt. „Wir, die Bürgermeister für den Frieden, erinnern mit dem Hissen unserer gemeinsamen Flagge an diesen Wunsch.“

Werder (Havel), 8.07.2020