Unterstützung für Waldkleeblatt

Der Umweltverband soll für ein Klageverfahren gegen die Errichtung von Windrädern bei Bliesendorf und Glindow einen finanziellen Zuschuss von 20.000 Euro erhalten.

Aufbau eines Windrades im Wald. Foto: Peter / stock.adobe.com
Aufbau eines Windrades im Wald. Foto: Peter / stock.adobe.com

Die Umweltvereinigung Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V. wird im Rahmen eines möglichen Klageverfahrens gegen die Aufstellung von Windrädern in der Bliesendorfer Heide von der Stadt Werder (Havel) mit 20.000 Euro finanziell unterstützt. Das haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend beschlossen. Konkret geht es um den Antrag der Firma Notus Energy Plan GmbH & Co KG zur Errichtung und den Betrieb von sieben Windrädern auf der Gemarkung Ferch.

Das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Projekt war bereits von der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2018 versagt worden. Der ursprüngliche Antrag der Firma für 18 Windräder wurde im September 2019 auf 7 Windräder  mit Standorten in der Gemarkung Ferch reduziert. Durch den geänderten Antrag ist die Stadt Werder (Havel) nicht mehr Standortgemeinde, sondern wird rechtlich nur als Nachbargemeinde beteiligt.

Die Erfolgsaussichten bei einer Klage gegen die Windenergieanlagen durch die Stadt sind dadurch nicht mehr erfolgsversprechend. Dass sich die Windräder nah an den Ortsteilen Bliesendorf und Glindow befinden würden, spielt dabei keine Rolle.

Der Waldkleeblatt-Natürlich Zauche e.V. ist als anerkannte Umweltvereinigung klageberechtigt. Die entgegenstehenden Belange des Naturschutzes, des Wasserschutzes und des Landschaftsschutzes können im Falle einer Genehmigung der Windräder durch das Landesumweltamt bei einer Klage durch die Umweltvereinigung Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V. vorgetragen werden.

Werder (Havel), 14.01.2022