Alles im Zeitplan

Die Bauarbeiten für die Havel-Therme gehen weiter planmäßig voran. Die Seesauna soll nun ein Saunaschiff werden

Ansicht des Sauna- und Vitalbereichs. Darstellung: Havel Therme GmbH

Das Bau der Havel-Therme ist weiter im Zeitplan. Ob bei den Rohbau-, Dach- und Putzarbeiten, bei den Fliesenarbeiten oder beim Saunabau – alle Bauarbeiten sind im zeitlichen Limit. Darüber informierte Stefan Kulczak vom Ingenieurbüro PST in der Badausschusssitzung am Dienstagabend. Das Büro ist von der Stadt mit dem Vertragscontrolling der Baustelle beauftragt worden.

Die letzten Rohbau- und Stahlbauarbeiten sind demnach im Mai abgeschlossen worden. Auch die neuen Rutschenanlagen sind in Arbeit. Zwischen Therme und Zernsee laufen die Bauarbeiten für die drei Außensaunen und die große Eventsauna. Einzig mit den Malerarbeiten und Bodenbelägen ist mit Stand Mitte Mai noch nicht begonnen worden. Die vertraglich vereinbarte Eröffnung am Anfang März 2021 sieht Stefan Kulczak nicht gefährdet.

Andreas Schauer von der Havel-Therme GmbH, dem Projektpartner der Stadt, sieht sogar die Chance, dass die Therme bereits im Januar eröffnet werden kann: dank eines Zeitgewinns auf der Baustelle, der auch durch die Corona-Lage nicht ganz aufgebraucht worden sei. Er sprach von einem „Wunschziel“.

Andreas Schauer benannte auf der Sitzung Mehrkosten, die sich durch über den Vertrag hinausgehende Attraktivierungen ergeben haben und die er allein tragen werde. Weitere Mehrkosten hätten sich u.a. durch unbekannte Rahmenbedingungen zum Beispiel bei der Wasserversorgung, durch Nachforderungen der Baubehörde oder die Coronakrise ergeben. Er wünsche sich, dass sich die Stadt an diesen weiteren Mehrkosten zur Hälfte, und zwar mit 853.000 Euro, beteiligt. Die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung wollen über diesen Wunsch beraten.

In der Badausschusssitzung ging es auch um die Pläne für einen Saunasteg mit Seesauna. Sie sind laut Betreibervertrag zugrunde liegendem Businessplan für den wirtschaftlichen Betrieb der Therme zwar nicht erforderlich, sollen aber zusätzliche Alleinstellungsmerkmale der neuen Anlage am Zernsee werden.

Im laufenden Antragsverfahren bei der Unteren Wasserbehörde hat sich gezeigt, dass der Saunasteg zwar voraussichtlich genehmigungsfähig wäre, nicht aber der Aufbau eines Saunagebäudes auf einer Stegplattform. Stattdessen plant die Havel-Therme GmbH  nun den Bau eines Saunaschiffes als schiffbares Fahrgastschiff. Der Bauantrag für den Saunasteg wird aktuell entsprechend angepasst. Auch ein Kompensationskonzept ist in Arbeit.

Werder (Havel), 17.06.2020